22.06.18: Kuhtrift

 Nach dem Sieg im Kreiswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ 2017 geht es nun zum Landeswettbewerb auf der höheren NRW-Ebene für die Gemeinde Fürstenberg. Die Vorbereitungen zum Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf Hochtouren. Vier Arbeitsgruppen bereiten sich aktiv seit vielen Monaten auf den anspruchsvollen Wettbewerb vor. Ortsvorsteher Reimund Günter bittet alle Fürstenberg Bürger, besonders auch die Fürstenberger Vereine, sich auch aktiv an dem Wettbewerb zu beteiligen.

Der Vorstellung-Start ist am Donnerstag, den 28.06.2018 um 15.00 Uhr am Ortseingang aus Richtung Meerhof kommend.  Der Treffpunkt ist bereits um 14.45 Uhr an gleicher Stelle. Die Begehungsstrecke führt entlang der Poststraße, Kirchstraße, um die Kirche, Kolpingstraße, Kesselbach und Hexenweg und findet den Abschluss am Schafstall in Fürstenberg.                                                                                                      
Besonders am Tag des Wettbewerbs auf NRW-Landesebene werden möglichst viele Fürstenberger gebeten, „Ihr Dorf Fürstenberg“ durch ein positives Erscheinungsbild zu prägen und zu präsentieren, so der Wunsch der vier aktiven Arbeitsgruppen im Wettbewerbgeschehen.                                                                               Bewertungsbereiche sind hier die „Konzeption und deren Umsetzung“, „die Wirtschaftliche Entwicklung und Initiativen“, „das Soziales und Kulturelles Leben“, „die Baugestaltung und Entwicklung“ und „die Grüngestaltung und Dorf in der Landschaft“.

Zu diesem Wettbewerb gehören auch wie die Vorstellung des Karpkeflitzer, das ehemaligen Trafo-Häuschen als Vogelherberge und die erstmalige Präsentation des Highlights „Kuh trifft Geschichte“! Die 800-Jahr-Feier des Dorfes Vesperthe im vergangenen Herbst und seine Geschichte ist noch in lebhafter Erinnerung. Das Dorf Vesperthe wurde durch Ritterfehden zerstört, die Bauern siedelten sich zum Schutz um die Burg in Fürstenberg an. Von der Burg aus führte ein Hauptweg nach Osten zu den Feldern und dem Sintfeld. So wurde der Weg „Kuhtrift“ genannt, denn über sie wurden Kühe und Rinder zur Weide auf die Felder und in den Wald getrieben.

Im 18. bis 20. Jahrhundert erlebte Fürstenberg eine Blütezeit. Erst wurde die Katholische Pfarrkirche St.-Marien an der Kuhtrift gebaut. Danach folgen weitere öffentliche Gebäude wie das Pastorat, das königliche Amtsgericht, das Postamt mit seinem Klappenschrank für die Fernsprechvermittlung, die Canusius-Schule, die Rote Schule, die evangelische Kirche und das Hotel Bickmann (später das Hotel Temme mit Metzgerei) und das Ensemble der drei Amtshäuser. Auch der Gutshof Matthias Graft von Westphalen und seiner Familie liegt an der ehemaligen Kuhtrift, die später in den Namen Kirchweg und Poststraße umbenannt wurde. In Form von Bildern und Texten verband der historisch interessierte Autor der Bildtafeln, Bernd Nolte, die historische und heutige Funktion der wertvollen Gebäude. Entsprechende Bilder und Fotos ermöglichen dem Besucher einen Blick hinter die Fassaden ins Innere der Gebäude, also dorthin wo heute noch die Menschen leben und arbeiten. Ein QR-Code wird demnächst die Besucher der Kuhtrift auf eine hinterlegte Website mit Sprachausgabe führen. „Alt-Bewährtes und die Moderne“ werden wieder einen repräsentativen Platz in der Vorstellung Fürstenbergs von Ortsvorsteher Reimund Günter und seinem bewährten Informations-Team finden.

Auf den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ auf NRW-Ebene und der Prüfungskommission des Landeswettbewerbs unter der Leitung von Dr. Waldemar Gruber am kommenden Donnerstag ist die Gemeinde Fürstenberg bestens vorbereitet. Die Landes-Prüfungskommission besteht aus 15 Kommissionsmitgliedern! Ein wesentlicher Bestandteil der Präsentation wird die Vorstellung der „Kuhtrift in Fürstenbergs historischer Mitte“ sein. Ortsvorsteher Reimund Günter und Team werden auch die Zukunfts-Projekte der NRW-Kommission vor dem Patrimonialgericht präsentieren.

Foto
(v.l.n.r.): Mit der Hilfe von Uwe Glahe (Konstrukteur), Kai Henneken (Sponsor und Unternehmer), Bernd Nolte (Autor und historisch Interessierter), Ortsvorsteher und Organisator Reimund Günter und Volker Henneken (Sponsor und Unternehmer) entstand mit der Beschilderung der „Kuhtrift ein begehbares Open-Air-Highlight“ über 800 Jahre präsentierter Ortsgeschichte bis ins Hier & Jetzt ohne Öffnungszeiten!

 

Text und Bild:
Brigitta Wieskotten
33181 Bad Wünnenberg
22.06.2018